Problemhunde und Verhaltenstherapie

Immer wieder gibt es Hunde mit Verhaltensauffälligkeiten. Sie zerstören die Wohnungseinrichtung, koten und urinieren im Wohnbereich, bellen oder jaulen ununterbrochen, leiden an Ängsten und Phobien, zeigen Aggressionen gegen Artgenossen oder Menschen usw.

In den Zuständigkeitsbereich des Tierarztes gehören Verhaltensauffälligkeiten nicht. Viele Besitzer wissen sich dann keinen Rat mehr und geben den Hund nach vielen vergeblichen Erziehungsversuchen in ein Tierheim oder lassen ihn sogar einschläfern, obwohl das störende Verhalten in den meisten Fällen geändert werden könnte, denn unbewußt ist es häufig durch den Besitzer oder den Vorbesitzer ausgelöst worden. Oft spielt die Vermenschlichung dabei eine große Rolle und vor allem die Fehlinterpretation des Verhaltens unserer Vierbeiner.

Um eine Verhaltensänderung zu erreichen, muß vorrangig eine Ursachenanalyse erstellt werden. Diese ist der Ausgangspunkt dafür, ein Trainingsprogramm zu erstellen, welches Hund und Besitzer helfen wird, das Problem zu bewältigen. Erfahrungsgemäß ist vorab ein Einzeltraining erforderlich und selbstverständlich kann anschließend ein Gruppentraining erfolgen, wenn die entsprechende soziale Verträglichkeit hergestellt ist.

Bei extremen Verhaltensstörungen wird eine Anamnese erstellt, das Verhalten des Hundes bewertet und ein Therapieplan erstellt. Dann erfolgt die Anleitung und Betreuung bei der Therapiedurchführung.

Kamera-Training

Viele Vierbeiner haben ein Problem damit, allein zu bleiben.
Sie fangen an, zu winseln und zu bellen, zerkratzen verzweifelt die Türen, zerstören die Einrichtung oder persönliche Gegenstände der Besitzer, räumen den Mülleimer aus, suchen nach Eßbarem, legen sich ins Bett oder auf die Couch, urinieren oder koten sogar innerhalb der heimischen vier Wände usw.

In einigen Fällen kann der Einsatz einer Funküberwachungskamera und eines Monitors hilfreich sein, wenn alle Hausstandsregeln keinen Erfolg gebracht haben.
Auf diese Weise kann man den Hund genau beobachten und entsprechend reagieren.

Bei wirklicher Verlassensangst wird das Alleinbleiben in kleinen Schritten trainiert.
Unarten, wie Diebstahl, Zerstörungswut oder „Protestpinkeln“ kann mit Hilfe eines Sprayhalsbandes korrigiert werden.
Das Sprayhalsband arbeitet völlig schmerzfrei.

Es wird ein Sprühstoß mit einem antiallergischen Wassergemisch mittels Fernbedienung ausgelöst. So kann der Hund dieses Abbruchsignal nicht mit seinem Besitzer in Verbindung bringen.

Sie haben Fragen? Rufen Sie einfach an… 0173-47 22 059

Preis: 45 Euro/Stunde

 

Die Raufergruppe

Den Hund ohne Aggression an fremden Hunden vorbeizuführen, kann ein scheinbar unerreichbares Ziel sein.
Verhaltensweisen, die über viele Jahre manifestiert wurden und aus Sicht des Hundes erfolgreich waren, sind häufig nicht einfach „wegzutherapieren“.
Auch der Hund unterliegt, wie wir Menschen, einem sogenannten „Löschungstrotz“. Das heißt, er versucht Dinge, die sich für ihn gelohnt haben, immer wieder durchzuführen.

Ich möchte für uns Menschen ein kleines Beispiel anführen: Wenn wir gelernt haben, daß es sich lohnt auf den Knopf der Fernbedienung vom Fernseher zu drücken, weil sich das Gerät dann einschaltet, werden wir um so häufiger die Knöpfe drücken, wenn sich nichts tut. Wir versuchen es immer wieder erneut, bevor wir es aufgeben und eine neue Lösung suchen, wie z. B. das Wechseln der Batterien.

Die Resozialisierung mit Artgenossen ist in rund 80 % der Fälle möglich.

Grundvoraussetzung für die Teilnahme am Raufertraining ist die vorherige Terminabsprache, die Gewöhnung an einen passenden Drahtbeißkorb und selbstredend das Tragen eines solchen während des Trainings.

Weitere Fragen beantworte ich Ihnen gern telefonisch. 0173-4722059

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